Regionalforum der Zweiten Vorsitzenden zum Prozess "Kirche am Ort. Kirche an vielen Orten gestalten"

Knapp hundert gewählte Vorsitzende von Kirchengemeinden aus den Dekanaten Biberach und Saulgau versammelten sich am 27. Februar 2016 zum Regionalforum im Kloster Untermarchtal. Bei strahlendem Sonnenschein und frostigen Temperaturen folgten die engagierten Frauen und Männer der Einladung der Diözese, über die besondere Aufgabe und Verantwortung der Gewählten nachzudenken.

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Zur Begrüßung erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine grüne Tasche mit dem Aufdruck „Hoffnungsträgerin/Hoffnungsträger“. Damit verdeutlicht die Diözese Rottenburg-Stuttgart, wie sie ihre ehrenamtlichen Verantwortungsträger sieht: sie sind die Hoffnungsträger für die Zukunft der Kirche am Ort.

Domkapitular Matthäus Karrer begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und betonte in seinem Impulsvortrag die gemeinsame Würde aller Getauften als Zeugen für das Reich Gottes in der Welt. Im prophetischen, priesterlichen und königlichen Amt auf das jeder Mensch getauft wird, verwirkliche sich dieser Auftrag. Der gelte nicht nur für Hauptberufliche, sondern eben ganz grundlegend allen Menschen, die zur Kirche gehören. Dies zeige sich z. B. dort, wo Menschen einander segnen, oder Verantwortung in Kirche und Gesellschaft übernehmen.

Anhand eines großformatigen Kartensets „Wie wir Kirche sehen“ tauschten sich die Teilnehmenden über ihre persönlichen Kirchenbilder aus und versuchten so auch den Prozess in den Gemeinden abzubilden. Die Kartensets setzen sich aus 23 Bildern zusammen, die ganz unterschiedliche Aspekte einer Kirche am Ort veranschaulichen.

Nach dem Mittagessen konnten sich die Verantwortungsträger aus erster Hand über Unterstützungsmöglichkeiten der Diözese und der Dekanate informieren. Rückmeldungen der Teilnehmenden bezogen sich vor allem auf das Verhältnis von Ehrenamtlichen zu Hauptberuflichen. Hier wurde an verschiedenen Orten ein durchaus hoher Beratungs-und Begleitungsbedarf erkennbar. Dekanatsreferent Philipp Friedel unterstrich die Bereitschaft sich konkret auf die Bedürfnisse der einzelnen Kirchengemeinden einzulassen, „damit sie ihren Weg gut gehen können.“

In sieben Workshops vertieften die Teilnehmer ihre besonderen Interessen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der Austausch untereinander und die Vernetzung vor Ort ist. Mit einem geistlichen Abschluss, den die Gruppe der diözesanen Gemeindeentwickler in der Vinzenzkirche gestaltete, ging ein erlebnisreicher Tag in Untermarchtal zu Ende.

Wolfgang Müller, Diözese Rottenburg-Stuttgart