Neuer Altarraum in Ochsenhausen eingeweiht

OCHSENHAUSEN – Weihbischof Thomas Maria Renz hat in einem feierlichen Pontifikalam den neu gestalteten Altarraum in der Klosterkirche Ochsenhausen eingeweiht. Der Kirchenchor gestaltete unter Leitung des Dekanatskirchenmusikers Thomas Fischer feierlich die Liturgie. Die Altarweihe wurde am ganzen Wochenende begleitet mit einem vielfältigen Programm.

Nach einem langen Weg konnte Dekan Sigmund Schänzle eine volle Klosterkirche mit zahlreichen Gästen aus Kirche und Gesellschaft zu diesem feierlichen Ereignis begrüßen. „Ich freue mich diesen Tag zu feiern. Gehen wir auf unsere Mitte hin, gehen auf Christus, der im Altar und auf dem Altar gegenwärtig wird, zu.

Die Liturgie einer Altarweihe hat viele besondere Höhepunkte an den verschiedenen liturgischen Orten, die Weihbischof Thomas Maria Renz immer jeweils kurz erläuterte. So begann er am Taufstein mit der Tauferinnerung, um im Anschluss alle Gläubigen durch das Weihwasser an die eigene Taufe zu erinnern.

Vor dem Wortgottesdienst segnete er den neuen Ambo, „den Tisch des Wortes“, so Renz „an dem das Wort Gottes in guten und schlechten Zeiten - in Freud und Leid verkündet wird.“ Danach las in ökumenischer Verbundenheit der evangelische Pfarrer Jörg Schwarz die Lesung. Zu Beginn seiner Predigt richtete Weihbischof Renz die herzlichen Grüße des Bischofs und des Domkapitels in Rottenburg aus und wünschte: „Möge dies eine Zukunftsinvestition sein, dass dies eine Ort der lebendigen Glaubensvermittlung wird an dem der Glauben gefeiert und miteinander geteilt wird!“

Nachdem die Heiligenlitanei gesungen wurde, ging es dem Höhepunkt entgegen. Mit verschiedenen Zeichen wurde der Altar geweiht. Zunächst setzte Weihbischof Renz Reliquien von Martyrern in den Altar ein. Der Künstler Matthias Eder verschloss diese dann mit einem Stein. Danach wurde der Altar mit Weihwasser besprengt, mit Chrisam gesalbt und anschließend Weihrauch darauf verbrannt. Nach diesen eindrucksvollen Zeichen wurde das erste Mal Eucharistie am Altar gefeiert.

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der gewählte Vorsitzende Klaus Weckemann bei den zahlreichen Unterstützern des Projekts, insbesondere beim Künstler Matthias Eder und der Architektin, die das Projekt begleitet. Dekan Schänzle überreichte Präsente.

Danach dankte Dekan Schänzle unter großem Applaus Franz Popp, der nach knapp 30 Jahren das Amt des Kirchenpflegers abgibt. Dafür erhielt ehr die Benediktusehrenmedaille der Seelsorgeeinheit St. Benedikt.

Am Vorabend wurde der Tag festlich eingeläutet mit einem „Altar for Kids“, wo über 40 Kinder gekommen waren, einer Führung des Künstlers und einem feierlichen Abendgebet.

 

Weitere Bilder der Altarweihe finden Sie in der Bildergalerie.