Ein herausforderndes und zugleich tröstliches Fest

In Berkheim wurde das Willeboldsfest unter Corona-Bedingungen gefeiert

Der Willeboldsschrein wird durch die Straßen von Berkheim getragen.

Berkheim – Das Willeboldsfest in Berkheim wurde am vergangenen Wochenende anders als sonst begangen. Um alle Schutzmaßnahmen umsetzen zu können, feierte der Festprediger, Generalabt em. Thomas Handgrätinger O.Praem. aus der Abtei Windberg, zusammen mit Prämonstratenser-Pfarrer P. Johannes-Baptist Schmid drei Gottesdienste mit jeweils etwa 90 Gläubigen. Sogar eine kleine Prozession am Sonntag nach dem Pontifikalamt war möglich. Generalabt Thomas sagte in seiner Ansprache, dass dieses Willeboldsfest 2020 inmitten der Corona-Pandemie zwar ein herausforderndes aber zugleich auch tröstliches Fest sei: „Der Pilger Willebold, so wurde der Unbekannte benannt, wird nun beinahe 800 Jahre schon verehrt und angerufen, besucht und gefeiert, ganz anders als unsere Vorfahren, die längst trotz intensiver Grabes- und Friedhofskultur längst vergessen sind. Da lebt etwas fort, weil er fortlebt in Gott. Das ist sicher die Botschaft dieses fremden Pilgers an uns heute. Wer Gott sucht, wer sich in Gott festmacht, wer auf Gott baut und vertraut, der fällt nichts ins ewige Vergessen und Verlöschen, sondern der lebt in Gott weiter!“ Nach dem Pontifikalamt bedankte sich der Gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Alfred Simmler, bei Herrn Martin Schmid und dessen Frau Agnes. Martin Schmid gehörte 34 Jahre dem Kirchengemeinderat an und war 15 Jahre dessen Gewählter Vorsitzender. Mit der Martinus-Ehrennadel in Silber wurde dieses langjährige und hervorragende Engagement gewürdigt.