"Bussenkindle" und mehr

Auf drs.de werden diesen Sommer Heilige Berge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vorgestellt. Nun war der Bussen dran und es wurden eindrucksvolle Bilder und viel Wissenswertes zum Heiligen Berg Oberschwabens von Regionalredakteur Markus Waggershauser zusammengetragen.

WALLFAHRT ZUR SCHMERZHAFTEN MUTTERGOTTES

Der Heilige Berg Oberschwabens, wie der Bussen von den Einheimischen genannt wird, liegt zwischen Riedlingen und Biberach. Vom knapp 767 Meter hohen Plateau sieht man bei klarem Wetter nicht nur das Ulmer Münster, sondern auch ein Alpenpanorama von der Zugspitze bis zum Säntis. Die Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes lockt zahlreiche Pilgerinnen und Pilger an diesen besonderen Ort.

SPIRITUELLER ORT SEIT JAHRHUNDERTEN

Wenn man sich von Südwesten dem Bussen nähert, geht es bis Offingen nur mäßig bergauf. Der Anstieg ab dort, den Besucherinnen und Besucher größtenteils zu Fuß bewältigen müssen, ist steil. Experten gehen davon aus, dass sich auf der Anhöhe zuerst eine keltische und später eine germanische Kultstätte befand. Von einer ehemaligen staufischen Reichsburg sind neben dem Bergfried, der heute als Aussichtsturm dient, nur noch Mauerreste erhalten.

Das Ziel der meisten Menschen, die den Berg erklimmen, ist jedoch nicht die Burg, sondern die Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist. Im Jahr 805 verschenkten die Gaugrafen Chadaloh und Wago den Bussen an das Kloster St. Gallen. Die Urkunde erwähnt dort erstmals eine Kirche. Turm und Chorraum der jetzigen Kirche stammen von 1516.

GOTTESDIENSTE & SEELSORGE

Die Bussenkirche ist für Besucherinnen und Besucher täglich in der Regel von 9.00 bis etwa 19.00 Uhr geöffnet.

Gottesdienste werden am Sonntag 10 Uhr und am Dienstagabend um 19 Uhr gefeiert - bei trockenem Wetter am Außenaltar im Freien

Beichtgelegenheit besteht am Samstag von 17.30 bis 18.30 Uhr.

Für Geistliche Begleitung sind Sr. Marietta Jenicek und Sr. Maritta Rapp ansprechbar. 

Weitere Informationen auf der Webseite der Seelsorgeeinheit Bussen