Bruder-Konrad-Stiftung für Kinder in Not feierlich gegründet

BAD SAULGAU – Das katholische Dekanat Saulgau und die Caritasregion Biberach-Saulgau haben bei einem Festakt in der Stadtpfarrkirche von Bad Saulgau feierlich ihre Stiftung für Kinder in Not gegründet. Déborah Rosenkranz und Schwester Teresa Zukic gaben nach der Gründung dem Abend einen festlichen, humorvollen und zugleich tiefen Rahmen.

v.l. Dekan Peter Müller, Peter Grundler, Birgit Luib, Schwester Magdalena Morgenstern, Oliver Merkelbach

v.l. Dekan Peter Müller, Déborah Rosenkranz, Sr. Teresa Zukic

Dekan Peter Müller konnte ca. 150 Gäste in der Stadtpfarrkirche St. Johannes zur Gründung der Bruder-Konrad-Stiftung begrüßen. Er freue sich sehr, dass es im kath. Dekanat Saulgau nun eine solche Stiftung gibt. „Die Bruder-Konrad-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern in Not ganz unkompliziert und unbürokratisch zu helfen.“, so Dekan Müller. Der Namen der Stiftung stammt vom Heiligen Bruder Konrad, der an der Klosterpforte der Kapuziner in Altötting gewirkt hatte. Dekan Müller betonte: „Der Heilige Konrad war in seinem Element, wenn er Kindern, die an die Pforte kamen, eine Freude machen konnte. So soll es auch bei der Stiftung sein.“

Oliver Merkelbach, Caritasdirektor des diözesanen Caritasverbandes, betonte den Sinn der Stiftung in seinem Grußwort, denn jedes fünfte Kind im „Musterländle“ Baden Württemberg sei von Armut betroffen. Er wünschte sich: „Kinder stark zu machen für das Leben, ist ein ganz wichtiges Anliegen, deshalb bin ich dankbar für Ihr Engagement und wünsche der Bruder-Konrad-Stiftung, dass sie viele Kinder erreicht und viel Gutes bewirken kann.“

Peter Grundler, Leiter der Caritasregion Biberach-Saulgau erläuterte kurz, wie die Stiftung helfen möchte. Sie ist zum einen Hilfe für Kinder in Notlagen, wenn andere Hilfen nicht greifen und zum anderen sollen Projekte gefördert werden, wie bspw. „Kinderchancen in Bad Saulgau“ oder „Geschwisterzeit“. Er verspricht, dass Anfragen fast immer innerhalb von 24 Stunden bearbeitet werden. Peter Grundler gibt dabei zu denken: „Die Anfragen kommen in der Regel nicht von den Familien selbst, sondern eher von Dritten: Lehrer, Erzieherinnen, Behörden usw.“ Es soll in Zukunft ein formloser Antrag über die Homepage der Stiftung gestellt werden. Er ruft dazu auf: „Ich lade alle Erzieherinnen, Lehrer und Behörden ein, aufmerksam zu sein und sich mit der Bruder-Konrad-Stiftung in Verbindung zu setzen.“ Grundler bittet Im Anschluss die Gründungsmitglieder der Stiftung zur Unterschrift nach oben zu kommen. Schwester Magdalena Morgenstern vom Kloster Sießen, Dekan Peter Müller, Oliver Merkelbach vom Caritasverband und Birgit Luib von der Stadt Bad Saulgau unterschrieben die Gründungsurkunde. Ekkehard Falk, zweiter Vorsitzender des Dekanatsrates, war leider erkrankt und fehlte. Dekan Peter Müller beschloss die Gründung mit einem Segensgebet.

Sr. Teresa Zukic und Déborah Rosenkranz begeistern.

Nach dem formalen Akt der Gründung gestalteten Schwester Teresa Zukic und Déborah Rosenkranz den zweiten Teil des Abends unter dem Motto: „Abenteuer Christ sein in Wort und Musik.“ Lieder und Texte wechselten sich dabei immer ab. Rosenkranz begeisterte dabei das Publikum mit ihrem Gesang und ihrer offenen und begeisternden Art. Sie schilderte, dass sie sehr dankbar sei, an diesem Abend mit dabei zu sein, „um für die aufzusprechen, die selber kein Stimmrecht haben.“ Sie selbst setzt sich für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen ein. Schwester Teresa Zukic ging in ihren Ausführungen auf das Abenteuer Christsein ein und konnte dabei von vielen Geschichten erzählen, die sie selbst erlebt hat: „Mein Leben ist mein Hobby.“, sagte sie. Zum Abenteuer Christsein gehören für Sr. Zukic fünf Schritte: 1. Mit sich selbst befreundet sein 2. Bibel werden 3. Gott loben 4. Ungewöhnliches gegen das Gewöhnliche tun 5. Verzeihen. Diese fünf Schritte erläuterte sie humorvoll, aber auch nachdenklich, dabei bezog sie das Publikum immer wieder ein forderte einmal dem Nachbar zu sagen: „Boa, siehst du gut aus!“ Und das andere Mal den Nachbar zu umarmen. Beide Frauen begeisterten das Publikum mit ihrer Art über den eigenen Glauben zu sprechen. Dekan Peter Müller bedankte sich mehrfach bei beiden für ihr Kommen. Dekanatsreferent Björn Held überreichte Blumen und das Publikum gab stehenden Applaus

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Nähere Informationen zur Stiftung finden Sie auf der Homepage.